Schiedsrichter

Schiedsrichter. Respekt, wer’s pfeift.

Ohne Schiedsrichter rollt kein Ball – kein Punktspiel, kein Pokal, kein Jugendturnier. Hier findest du alles über die Unparteiischen bei der SpVgg, die wichtigsten Fußballregeln und unseren Fairplay-Kodex.

Die Unparteiischen

Ohne Schiri kein Spiel

Jedes Wochenende sorgen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter dafür, dass in Bayern tausende Spiele stattfinden können – vom Bambini-Turnier bis zur A-Klasse Süd. Sie treffen in Sekundenbruchteilen Entscheidungen, für die andere eine Zeitlupe brauchen. Und sie werden dringend gesucht: Jeder Verein muss dem Verband eine bestimmte Zahl an Schiedsrichtern stellen – auch wir. Wer pfeift, hilft also doppelt: dem Fußball und seiner SpVgg.

Mitmachen

Werde Schiedsrichter!

Die Ausbildung läuft über die Schiedsrichtergruppe Amberg des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) – sie ist für unsere Region zuständig: ein Neulingskurs mit Regelkunde und Regeltest – danach wirst du bei deinen ersten Spielen von erfahrenen Paten begleitet.

Wer kann das?

Jeder ab 14 Jahren mit Interesse am Fußball. Vorkenntnisse brauchst du nicht – die Regeln lernst du im Kurs. Auch Mädels und Frauen sind ausdrücklich gesucht!

Was bekommst du?

Spesen für jedes geleitete Spiel, mit dem Schiedsrichterausweis freien Eintritt zu Fußballspielen, Fitness inklusive – und eine Persönlichkeitsschule, die dir keiner mehr nimmt.

Wie geht’s los?

Melde dich einfach bei uns – wir stellen den Kontakt zur Schiedsrichtergruppe her und übernehmen als Verein die Anmeldung zum nächsten Neulingskurs.

Jetzt Schiedsrichter werden
Unsere Unparteiischen

Unsere Schiedsrichter

Diese SpVgg-Mitglieder opfern ihre Wochenenden, damit anderswo gespielt werden kann – organisiert in der Schiedsrichtergruppe Amberg des BFV. Danke, Männer!

Moritz Fischer
Moritz FischerSchiedsrichter · Gruppen-Schiedsrichterausschuss SRG Amberg
Warum ich pfeife: „Ich habe meinem Bruder oft beim Spielen zugeschaut – und der Schiri legte nicht immer eine gute Performance hin. Da habe ich beschlossen, es selbst auszuprobieren. Seitdem bin ich dabei.“
Wo ich pfeife: Bayernliga Herren
Seit: 2009
Mein Tipp für Neulinge: „Probier es aus – und wenn du Spaß dabei hast, setze alles daran, dabei zu bleiben.“
DZ
Dean ZengerSchiedsrichter
Warum ich pfeife: Antwort folgt in Kürze.
Wo ich pfeife: Antwort folgt in Kürze.
Seit: folgt

Du pfeifst auch für die SpVgg und fehlst hier? Melde dich bei vorstand@spvgg-ebermannsdorf.de.

Regelkunde

Die 17 Regeln des Fußballs

Das offizielle Regelwerk des IFAB umfasst 17 Regeln – hier im Schnelldurchlauf, wie sie auch im Neulingskurs behandelt werden.

1
Das Spielfeld

Rasen oder Kunstrasen, klare Markierungen, Tore 7,32 × 2,44 m. Ohne ordentliches Spielfeld kein Anpfiff.

2
Der Ball

Umfang 68–70 cm, Gewicht 410–450 g (Größe 5). Jugend spielt je nach Altersklasse mit kleineren und leichteren Bällen.

3
Die Spieler

Elf gegen elf, davon ein Torwart. Weniger als sieben Spieler pro Team – Spielabbruch. Auswechslungen regelt der Wettbewerb.

4
Die Ausrüstung

Trikot, Hose, Stutzen, Schienbeinschoner, Schuhe. Schmuck ist tabu – die Sicherheit aller geht vor.

5
Der Schiedsrichter

Er leitet das Spiel und seine Tatsachenentscheidungen sind endgültig – auch wenn er mal daneben liegt. Genau darum geht es auf dieser Seite.

6
Die weiteren Spieloffiziellen

Assistenten an der Linie zeigen Abseits, Aus und Wechsel an. An der Basis übernehmen das oft Vereinshelfer.

7
Die Spielzeit

2 × 45 Minuten plus Nachspielzeit. Jugendmannschaften spielen kürzer – von 2 × 20 bei den Kleinsten aufwärts.

8
Beginn und Fortsetzung

Anstoß in alle Richtungen erlaubt. Nach Unterbrechungen ohne klaren Grund: Schiedsrichterball.

9
Ball in und aus dem Spiel

Der Ball ist erst aus, wenn er die Linie VOLLSTÄNDIG überquert hat – auf dem Boden oder in der Luft.

10
Spielausgang

Es zählt, wer mehr Tore erzielt. Der Ball muss dafür die Torlinie vollständig überqueren.

11
Abseits

Strafbar nur, wer im Moment des Zuspiels näher zur Torlinie steht als Ball und vorletzter Gegner UND aktiv eingreift. Gleiche Höhe ist kein Abseits.

12
Fouls und unsportliches Betragen

Treten, Halten, Stoßen, absichtliches Handspiel – direkter Freistoß. Rücksichtslos: Gelb. Brutal oder Notbremse: Rot.

13
Freistöße

Direkt (Tor direkt möglich) oder indirekt (Ball muss berührt werden). Gegner: 9,15 m Abstand.

14
Der Strafstoß

Elfmeter bei direktem Freistoßvergehen im eigenen Strafraum. 11 Meter, nur Torwart dazwischen.

15
Der Einwurf

Beide Füße am Boden, Ball mit beiden Händen über den Kopf. Ein Tor direkt aus dem Einwurf zählt nicht.

16
Der Abstoß

Wenn der Angreifer den Ball zuletzt über die Torlinie befördert hat. Der Ball ist sofort im Spiel.

17
Der Eckstoß

Wenn der Verteidiger den Ball zuletzt über die eigene Torlinie lenkt. Ein Tor direkt aus der Ecke zählt.

Gut zu wissen

Die häufigsten Regel-Irrtümer

Am Stammtisch hält sich mancher Mythos hartnäckig – hier die Wahrheit zu den Klassikern.

„Handspiel ist immer strafbar“ – stimmt das?

Nein. Strafbar ist Handspiel nur, wenn die Hand absichtlich zum Ball geht oder der Arm den Körper unnatürlich vergrößert. Ein angeschossener, eng am Körper anliegender Arm ist kein Vergehen.

Gibt es Abseits beim Einwurf?

Nein. Bei Einwurf, Abstoß und Eckstoß ist die Abseitsregel aufgehoben. Abseits gibt es nur aus dem laufenden Spiel heraus.

Ist „gleiche Höhe“ Abseits?

Nein. Wer auf gleicher Höhe mit dem vorletzten Gegenspieler steht, ist nicht im Abseits. Im Zweifel gilt: kein Abseits.

Darf der Torwart jeden Rückpass in die Hand nehmen?

Nein. Spielt ein Mitspieler den Ball absichtlich mit dem Fuß zum eigenen Torwart (oder per Einwurf), darf dieser ihn nicht mit den Händen aufnehmen – sonst gibt es einen indirekten Freistoß.

Muss der Schiedsrichter jedes Foul sofort pfeifen?

Nein. Hat die gefoulte Mannschaft einen klaren Vorteil, lässt der Schiedsrichter weiterspielen („Vorteil“) – und kann die Karte nachträglich zeigen.

Zählt ein Tor direkt aus dem Einwurf?

Nein. Landet der Ball direkt aus dem Einwurf im gegnerischen Tor, gibt es Abstoß – im eigenen Tor gäbe es Eckstoß für den Gegner.

Kostet Meckern wirklich nichts?

Doch. Wer den Schiedsrichter anschreit oder Entscheidungen lautstark kritisiert, riskiert Gelb – bei Beleidigungen Rot. Respekt ist Teil der Regeln, nicht nur des Anstands.

Unsere Haltung

Fairplay bei der SpVgg

Respekt gegenüber Schiedsrichtern, Gegnern und Zuschauern ist bei uns keine Floskel, sondern Vereinskultur. Sechs Grundsätze, die für alle gelten – Spieler, Trainer, Eltern und Fans.

Tatsachen­entscheidungen akzeptieren

Der Schiri entscheidet in Sekundenbruchteilen – ohne Zeitlupe. Fehlentscheidungen gehören zum Fußball, auf beiden Seiten.

Hand geben, Auge zu Auge

Vor und nach dem Spiel: Handschlag für Gegner und Schiedsrichter – egal wie es ausgegangen ist.

Eltern feuern an, Trainer coachen

Am Spielfeldrand unserer Jugend gilt: anfeuern ja, reinrufen und kritisieren nein. Die Kinder spielen – nicht wir.

Null Toleranz bei Beleidigungen

Wer Schiedsrichter, Gegner oder Zuschauer beleidigt, hat bei der SpVgg keinen Platz. Ohne Ausnahme.

Gast ist Gast

Gegner und Schiedsrichter bekommen bei uns eine ordentliche Kabine, ein Getränk und ein freundliches Wort.

Vorbild sein

Jeder Spieler, Trainer und Fan der SpVgg vertritt unser Dorf und unseren Verein – auf dem Platz und daneben.